Obwohl anspruchsvoll, ist die Tour auch für Genießer. Benannt nach dem historischen Bayernherzog Tassilo III, Gründer des Klosters Kremsmünster, erschließt der Tassilo-Klettersteig dem Bergsteiger die Bergwelt des Toten Gebirges: Tief hinunter ins Hetzautal sowie eine Fernsicht bis zum Böhmerwald, zum Dachstein, dem Alpenhauptkamm sowie über das kahle, schier endlos scheinende Kalkplateau zwischen Großem Priel, Spitzmauer, Temelberg und Rotgschirr. Diesem Hochplateau mit seinen zahlreichen Dolinen, Karen und Schächten verdankt das Tote Gebirge auch seinen Ruf und macht es zu einem Geheimtipp für Bergsteiger und Naturliebhaber.

 

Für diese landschaftlich reizvolle und anspruchsvolle Alpintour müssen neun bis zehn Stunden reine Gehzeit eingeplant werden, bei der insgesamt 1700 Höhenmeter zu bewältigen sind. Erfahrung, gute Kondition und sicheres Wetter sind dafür Voraussetzung.

 

Hier sind die beiden Schutzhütten willkommene Stützpunkte. Gleich zu Beginn führt der Weg am Almtalerhaus vorbei durch das größte Bergsturztal Europas, dem Hetzautal, welches jäh an der 1400 m aufragenden Schermberg Nordwand endet. Sie ist nach der Watzmann-Ostwand die zweithöchste in den Ostalpen und ist berühmt für ihre Kletterrouten.

Die Nordwand immer im Blick, zieht der Weg rasch steiler werdend hinauf zur Welser Hütte.

 

Von dort sind es nur mehr knapp 30 Minuten bis zum Einstieg des Klettersteiges in einer höhlenartigen Nische.

Der Steig liegt im Schwierigkeitsgrad C/D mit drei kräftigen D-Stellen, die senkrecht und ungefähr fünf bis acht Meter hoch sind. Erster markanter Zwischenstopp der Tour ist der Gipfel des Almtaler Köpfls auf 2.205 m. Dann geht es weiter über sehr eindrucksvolle luftige Felsgrate hinauf zum Gipfel des Schermbergs, 2.396 m, auf dem der Steig auch endet.

 

Ausgangspunkt: Almtalerhaus über Welserhütte

 

Zielpunkt: Schermberg im Toten Gebirge

 

Beschreibung Zustieg: Dieser lange alpine Klettersteig in herrlichem Kalkfels weist einige wenige schwierige Einzelstellen auf. Er verläuft größtenteils entlang des exponierten Grates mit atemberaubenden Tiefblicken in die berühmte Schermberg-Nordwand. Der „Tassilo“ gehört zu den längsten Steiganlagen Europas und besticht durch seine abwechslungsreiche und moderne Steigführung, die mit wenigen Steighilfen auskommt.

 

 

Schwierigkeit Mäßig schwierig aber lang, Meist A und B bis C, mit drei kurzen und kräftigen D-Passagen. Exposition: An der Ostseite des Schermbergs, Steigverlauf meist Süd bis Ost. Sicherungen: Stahlseil, Trittbügeln Ausgangspunkt Grünau im Almtal – Almtaler Haus (714 m) Zustieg Zustieg zur Welser Hütte (1726 m) in 3 Std. Von der Welser Hütte in 30 Minuten (100 HM) bis zum Einstieg bei den Teicheln Steiglänge ca. 1 400 m Höhendifferenz 600 Hm Klettersteig Kletterzeit ca. 3 Std. Nicht für Kinder geeignet; für Jugendliche mit Erfahrung und sehr guter Kondition geeignet.

Beschreibung Abstieg: Abstieg: Über Hermann-Wöhs-Steig (Nr. 265) in ca. 1 Std. bis zur Welser Hütte Weg Nr. 263 und Ausseer Weg (Nr. 215) zum Fleischbanksattel und von dort zur Welser Hütte Übergang Weg Nr. 263 und auf Ausseer Weg (Nr. 215) bis zum Temlbergsattel, dann auf Weg Nr.201 durch die Klinser Schlucht zum Prielschutzhaus

 

Abbruch: ja, im Bereich des Almtaler Köpfels

Dauer Zustieg: 3 h

Dauer Klettersteig: 3 h

Dauer Abstieg: 1 h